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Ausbildungsmodule

Für alle Mitglieder der Life@FAU werden nachfolgend gelistete Mindestanforderungen definiert, die bis zum Ende der Promotion erbracht werden sollen. Die Einhaltung dieser Mindestanforderungen ist für alle Mitglieder der Life@FAU für einen erfolgreichen Abschluss der Life@FAU verbindlich. Die medizinischen, biologischen und biophysikalischen Graduiertenkollegs sowie weitere Einrichtungen können über diese Mindestanforderungen hinausgehende Anforderungen für ihre jeweiligen Programme festlegen.

Den Besonderheiten der studienbegleitenden medizinischen Promotion wird dadurch Rechnung getragen, dass sich die zu absolvierenden Module an der kürzeren Netto-Promotionsdauer orientieren. Mediziner absolvieren verpflichtend eine neunmonatige Vollzeit-Forschungstätigkeit, die sich aus mindestens 8 zusammenhängenden Monaten und einem weiteren Monat zusammen setzt.

 

Ausbildungsmodule

Pro Ausbildungszeitraum ist durch das Leitungsgremium die Anzahl an fachspezifischen oder fachübergreifenden Weiterbildungsveranstaltungen festgelegt, die für den Erwerb des Zertifikats verpflichtend absolviert werden müssen, darunter eine Weiterbildung im Bereich „Gute Wissenschaftliche Praxis“. Weitere an der FAU (insb. durch Life@FAU, FAU-GZ) und an dem Universitätsklinikum angebotene Kurse können frei gewählt werden, wie z.B.:

  • Skills-Kurse (Scientific Writing, Rhetorik, etc.)
  • Laborpraktika zum Methodentraining
  • Besuch von Vorlesungen oder Seminaren (in Abstimmung mit Betreuungskommission)

 

Vorgegebene Anzahl an Weiterbildungen:

Dr. med.: insgesamt mindestens zwei Weiterbildungen

Dr. rer. nat. / Dr. rer. biol. hum.: insgesamt mindestens drei Weiterbildungen

Ein von den Doktorandinnen/Doktoranden organisiertes Seminar soll mindestens einmal monatlich während des Semesters stattfinden. Die Anwesenheit ist verpflichtend. Doktorandinnen/Doktoranden ohne Assoziation zu einem Graduiertenkolleg können sich nach Rücksprache mit der Sprecherin/dem Sprecher des jeweiligen Graduiertenkollegs an einem Jour-Fixe der Graduiertenkollegs beteiligen oder in Absprache mit dem Leitungsgremium einen eigenen Jour Fixe organisieren. Für die inhaltliche Gestaltung sind die Doktorandinnen/Doktoranden selbst verantwortlich. Sie gestalten den Jour-Fixe aus fachrelevanten Weiterbildungsmodulen, wie beispielsweise einem Journal-Club, Progress-Report, Präsentationen von Gastsprecherinnen/Gastsprechern und anderen Weiterbildungsinhalten.

 

Vorgegebene Anzahl an Teilnahmen:

Dr. med.: mindestens 6 Teilnahmen insgesamt

Dr. rer. nat. / Dr. rer. biol. hum.: mindestens 6 von 8 Terminen pro Jahr über die Dauer der Promotion  (3 J.)

Sie sind verpflichtet Ihr Projekt 1x pro Jahr zu präsentieren.

Die Teilnahme der Doktorandinnen/Doktoranden an einem jährlichen internen Retreat ist vorgesehen. Die Doktorandinnen/Doktoranden sollen dabei ihre Projekte mittels Poster oder Vortrag präsentieren und diskutieren.

 

Vorgegebene Anzahl an Teilnahmen:

Dr. med.: mindestens eine Teilnahme insgesamt

Dr. rer. nat. / Dr. rer. biol. hum.: jährlich eine Teilnahme

Die Promovierenden müssen an lokal organisierten Gastsprecherseminaren teilnehmen. Dabei steht es den Doktorandinnen/Doktoranden frei, aus dem lokalen Angebot an Gastsprecherseminaren selbst zu wählen. Über die zu absolvierende Zahl entscheidet das Leitungsgremium.

 

Vorgegebene Anzahl an Gastsprecherseminaren:

Dr. med.: mindestens 10 Teilnahmen insgesamt

Dr. rer. nat. / Dr. rer. biol. hum.: jährlich mindestens 10 Teilnahmen über die Dauer der Promotion (3 J.)

Die Doktorandinnen/Doktoranden müssen mindestens eine Präsentation (Poster oder Vortrag) auf einer überregionalen Fachtagung nachweisen.

 

Vorgegebene Anzahl an Präsentationen:

Dr. med.: mindestens eine Teilnahme insgesamt

Dr. rer. nat. / Dr. rer. biol. hum.: mindestens zwei Teilnahmen insgesamt

Doktorandinnen/Doktoranden engagieren sich im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Diese soll durch mind. eine aktive Beteiligung abgebildet werden, wie z.B. der Partizipation an der Langen Nacht der Wissenschaften, einem Schulprojekt, an einem Online-Beitrag oder an einem Beitrag für die breite Bevölkerung.

Es wird erwartet, dass die Doktorandin/der Doktorand zum Ende der Promotion in einem angesehenen wissenschaftlichen Journal mind. eine Publikation als Erstautorin/Erstautor nachweisen kann.

Die Betreuung der Doktorarbeit erfolgt durch eine vom Doktoranden zu benennende Mentoringkommission bestehend aus 3 Betreuern (davon mindestens eine/einer promotionsberechtigt bzw. zwei bei dr. med.), wobei mindestens ein Mitglied der Mentoringkommission einem anderen Lehrstuhl angehören soll. Rechte und Pflichten der/des Promovierenden und der Betreuerin/des Betreuers werden in einer Betreuungsvereinbarung niedergelegt. Die Treffen erfolgen nach folgendem Zeitplan:

  • Medizindoktoranden: initiales Treffen zu Beginn der experimentellen Arbeiten, Treffen nach Beendigung der experimentellen Arbeiten, danach jährlich bis zur Einreichung der Promotion
  • Naturwissenschaftliche Doktoranden: initiales Treffen, danach jährliche Treffen, zum Ende der Arbeiten

Über die Sitzungen der Betreuungskommission ist ein Protokoll anzufertigen. Beizufügen ist außerdem ein kurzer schriftlicher Bericht des Doktoranden über den Stand der Forschungsarbeit. Dieser soll auch eigene Publikationen und im Zusammenhang mit der Promotion eingeworbene Drittmittel enthalten.